10.05.2009: Rotes Kreuz simuliert Notunterkunft in der Hauptschule Oberhaching |
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Bei Katastrophen steht das Rote Kreuz regelmäßig vor der Herausforderung, Menschen vorübergehend in Unterkünften zu betreuen. Bei Bränden, Bombenfunden oder Naturkatastrophen. Wie das funktioniert und was dabei zu beachten ist, lernten 15 ehrenamtliche Helferinnen aus mehreren bayerischen Kreisverbänden in einem viertägigen Fachlehrgang Betreuungsdienst. Dass sie die Theorie auch in die Praxis umsetzen können, stellten sie am Sonntag in Oberhaching unter Beweis.
In einer Übung sollten sie prüfen, ob 200 Menschen die Hauptschule Oberhaching als Notunterkunft nutzen könnten, wenn sie wegen Hochwassers im Landkreis München evakuiert werden müssten. Die Ausbilder unterstützen die Teilnehmer beim Begehen der Räume und gedanklichen Planen der Unterkunft. Dabei sammelten die Helfer viele wichtige Erkenntnisse, die bei einem echten Einsatz von zentraler Bedeutung sein können. |
"Es geht um Dutzende Dinge von der Versorgung mit Essen bis zur Frage, ob Duschen oder Rückzugsräume vorhanden sind", sagt Thomas Frimmer vom Deisenhofener Roten Kreuz. Er hat die Übung als Ausbilder und Beobachter begleitet. "Wir sind mit unseren ehrenamtlichen Aktiven durch die Schule gelaufen und haben in jedem Raum überlegt, wie wir ihn nutzen könnten."
Das Münchner Rote Kreuz bildet alle seine ehrenamtlichen Helfer in den Grundzügen der Betreuung aus. Interessierte Ehrenamtliche können sich in dem viertägigen Fachlehrgang weiterbilden. Die umfassende Betreuung Unverletzter und die zugehörige Logistik ist neben Aufgaben wie dem Sanitäts- und Rettungsdienst eine der Hauptaufgaben des Roten Kreuzes. Hier gehts zum Archiv |